Vision

3 Standbeine für die 2. Säule

  1. Mehr Geld
  2. Arbeitsplätze 65+
  3. Ausrichtung auf  Sicherheit des Lebensstandards

 

  1. Höhere Sparbeiträge sind unvermeidlich. Das ist unbestritten. Aber Mehrkosten ohne nachhaltige flankierende Massnahmen sind ein Fass ohne Boden.
  2. Eine nachhaltige Reform ist nur durch Stabilisierung der Rentenbezugsdauer zu haben. Die Lebenserwartung ist von 1948 bis 2017 um durchschnittlich neun Jahre gestiegen. Es gibt keine Trendwende. Unsere Vorsorge ist ohne Anpassung des „Renten-Eintrittsalters“ (Rücktrittsalters) langfristig ohne schwerwiegende Opfer der Jungen nicht finanzierbar. Die Lebenserwartung kann nicht beeinflusst werden, die Rentendauer schon. Als 1. Schritt dazu braucht es aber ein Bekenntnis der Arbeitgeber zu Arbeitsplätzen nach Alter 65. Entscheidend ist dabei die Bereitschaft der Arbeitnehmer zu „marktkonformen“ Konditionen. Es muss eine Win-win-Lösung sein. Ein frei wählbares Rücktrittsalter ist die Voraussetzung für das Festlegen der Altersleistungen in korrekter Höhe (versicherungstechnisch richtige Umwandlungssätze). Wenn die Menschen länger arbeiten können, kann die notwendige Kürzung der Umwandlungssätze durch länger arbeiten kompensiert werden. Und je länger die Menschen im Erwerbsleben bleiben, umso weniger steigt die Überalterung der Gesellschaft. Ein fundamental wichtiger Nebeneffekt!
  3. “Rentner brauchen Sicherheit für eine lebenslängliche Altersrente in unveränderlichen Höhe.“ Das ist ein verbreiteter Irrtum. Entscheidend ist nicht der Betrag (Nominalwert), sondern die Kaufkraft (Realwert) der Rente. Das kann umgesetzt werden indem die Höhe der Renten in Abhängigkeit von Teuerung, Kapitalrendite und Lebenserwartung variiert, nach oben oder unten. Das ist ungewohnt aber zweckmässiger. Die Kaufkraft der Rente wird stabilisiert. Das ist indirekt der Auftrag gemäss Bundesverfassung.
    Dieser Lösungsansatz drängt sich auch deshalb auf, weil fixierte lebenslängliche Altersrenten im Voraus nicht definiert werden können. Sie sind immer zu hoch oder zu tief, denn die zukünftigen Rahmenbedingungen (Lebenserwartung und Rendite der Kapitalanlagen) sind weder bekannt noch beeinflussbar.